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Begriffe rund um den Kredit - Übersicht

Sie sind Beamtin bzw. Beamter oder im öffenlichen Dienst beschäftigt und haben finanzielle Wünsche?
Hier können Sie ein besonders günstiges Darlehen anfragen. Oder möchten Sie bestehende Kredite ablösen und sind an einer Entschuldung interessiert? Hier geht es zu den Berechnungsbeispiel für Beamte und für unkündbare Tarifkräfte des öffentlichen Dienstes. Hier geht es zum Antrag

Ausfallbürgschaft

Eine Ausfallbürgschaft ist eine zusätzliche Sicherheit bei einem Kreditgeschäft. Es handelt sich dabei im eine besondere Art der der Bürgschaft. Eine Ausfallbürgschaft kann erst in Anspruch genommen werden, wenn alle übrigen Sicherheiten bereits ausgeschöpft sind, beispielsweise durch eine Zwangsversteigerung.
Der sogenannte Ausfallbürge muss nun nur noch für die Restschuld aufkommen und kann nicht, wie bei einer "normalen" Bürgschaft, sofort für den vollen Kredit-Betrag in Anspruch genommen werden.

Bearbeitungsgebühr

Viele Banken und Kredit-Dienstleister erheben für die Bearbeitung eines Kredites eine sogenannte Bearbeitungsgebühr. Diese Gebühr wird zusätzlich einmalig zu den Zinsen erhoben. In der Regel ist die Höhe der Bearbeitungsgebühr abhängig von der Kreditsumme.
Die Bearbeitungsgebühr wird bei der Berechnung der monatlichen Raten berücksichtigt. Laut Preisangabenverordnung (PAngV) muß die Bearbeitungsgebühr bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses mit berücksichtigt werden. Wenn Sie Kreditangebote vergleichen, sollten Sie darauf achten, daß alle Kosten und Gebühren bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses berücksichtigt wurden.

Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der sogenannte Bürge für die Schuld oder den Kredit eines Schuldners gegenüber dem Gläubiger einzustehen, falls der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
Im allgemeinen versucht sich der Gläubiger durch eine Bürgschaft vor der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers abzusichern. Banken verlangen in der Regel eine sogenannte selbstschuldnerische Bürgschaft. Dies bedeutet, daß im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Schuldner die Bank ihre Ansprüche sofort vom Bürgen einfordern kann. So werden langwierige und teure Verfahren gegen den Schuldner vermieden.
Meist werden Bürgschaften nur bis zu einem bestimmten, festgelegten Betrag gegeben.

Disagio

Als Disagio wird ein Abschlag vom Nennwert eines Kredits vereinbart, üblicherweise wird ein Disagio in einem Prozent-Satz angegeben. Wird bei einem Kredit über 100.000 Euro ein Disagio von 5 Prozent (5.000 Euro) vereinbart so werden nur 95.000 Euro ausbezahlt. Allerdings müssen die vollen 100.000 zurückgezahlt werden, und diese dienen auch als Grundlage zur Berechnung der Zinsen.
Als Grund für ein Disagio kann die Vereinbarung eines niedrigeren Zinssatz genannt werden. Somit wird auch die spätere monatliche Belastung niedriger gehalten.
Steuerlich kann ein Disagio im Jahr der Auszahlung des Kredites in voller Höhe geltend gemacht werden.


Dispositionskredit (Dispo)

Ein Dispositionskredit (kurz Dispo) ist eine Art Kreditrahmen, den man mit seiner Bank für sein Girokonto vereinbart. Dabei kann man sein Konto bis zur vereinbarten Höhe "überziehen" und zahlt hierfür die festgelegten Zinsen, die tageweise berechnet werden. Die sogenannten meist horrenden Überziehungszinsen fallen nicht an.
Man sollte darauf achten, daß man sein Konto möglichst zeitnah wieder ausgleicht, da ansonsten leicht eine wachsende Verschuldung entsteht (Zinseszinseffekt beachten). Ist man dazu nicht in der Lage, sollte man versuchen den Dispositionskredit in einen meist wesentlich günstigeren Ratenkredit umzuwandeln.


Effektiver Jahreszins

Bei Krediten sind als Preis die Gesamtkosten als jährlicher Prozentsatz des Kredits anzugeben und als "effektiver Jahreszins" zu bezeichnen.
Der anzugebende Prozentsatz beziffert den Zinssatz, mit dem sich der Kredit bei regelmäßigem Kreditverlauf, ausgehend von den tatsächlichen Zahlungen des Kreditgebers und des Kreditnehmers, auf der Grundlage taggenauer Verrechnung aller Leistungen und nachschüssiger Zinsbelastung staffelmäßig abrechnen läßt.
In die Berechnung des anzugebenden Vomhundertsatzes sind die Gesamtkosten des Kredits für den Kreditnehmer einschließlich etwaiger Vermittlungskosten einzubeziehen. (Hiervon gibt es einige Ausnahmen, die im Gesetz näher erläutert sind)

Den genauen Gesetzestext finden Sie in der Preisangabenverordnung (PAngV), Neufassung vom 18. Oktober 2002 BGBl. I, S. 4197 ff. seit dem 1. Januar 2003 gültig.


Nominalzins (Nominaler Zinssatz)

Unter dem Nominalzins versteht man die Höhe des Zinssatzes, der zur Berechnung der Zinsrate herangezogen wird. Dieser berücksichtigt keine zusätzlichen Kosten wie Bearbeitungsgebühr etc.
Der vereinbarte Zinssatz bleibt in der Regel die gesamte Laufzeit des Kredites gleich.
Beim effektiven Zinssatz hingegen werden auch die (meisten) anderen Kosten, wie z.B. eine eventuelle Vermittlungsgebühr oder Bearbeitungsgebühr mit in den Zinssatz hineingerechnet.

Restschuldversicherung (RSV)

Mit einer Restschuldversicherung wird die Restschuld aus Ihrem Kredit für bestimmte Risiken versichert. Die Restschuldversicherung zahlt, wenn Sie aufgrund der versicherten Risiken Ihre Kreditraten nicht zahlen können. Die Versicherungsprämie der RSV wird in der Regel über den Kredit mitfinanziert.
Es gibt verschiedene Arten von Restschuldversicherungen, die z.B. bei Unfall, Todesfall, Berufsunfähigkeit oder auch bei Arbeitslosigkeit die Kreditraten weiterzahlen.
Dies ist von Bank zu Bank unterschiedlich, Sie sollten sich hier genau erkundigen in welchen Fällen die Restschuldversicherung eintritt.

SCHUFA

Die SCHUFA Holding AG (vormals SCHUFA e.V. - Schutzorganisation für allgemeine Kreditsicherung) privatwirtschaftliche Auskunftei. Die SCHUFA soll ihre Vertragspartner vor Ausfällen bei Kreditgeschäften schützen, dies schützt natürlich auch besonders kredit-freudige Verbraucher vor Überschuldung. Die SCHUFA speichert u.a. folgenden Daten:

Postiv:
- Daten über Leasingverträge
- Kreditkarten
- Kreditanträge und Daten über laufende Kredite
- Daten über bestehende Girokonten
- Bürgschaften

Negativ
- Gemahnte, aber unbezahlte und unbestrittene Forderungen
- Vollstreckungmaßnahmen
- Kündigung von Krediten durch den Kreditgeber wegen Zahlungverzug
- Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (früher Offenbarungseid)
- ungedeckte Schecks bei Rückgabe
- Beantragung und/oder Eröffnung des Verbraucher-Insolvenzverfahrens
- Mißbrauch von Scheckkarten
- Mahnbescheide
Gegen eine Gebühr von derzeit 7,60 Euro (oder kostenlos in einer der SCHUFA-Geschäftsstellen) können Sie eine Auskunft über die bei der SCHUFA über Sie gespeicherten Daten erhalten.


Sondertilgung

Viele Kredit-Anbieter bieten die Möglichkeit der Sondertilgung. Sondertilgungen sind Tilgungen, die über die im Kreditvertrag vereinbarten Kreditraten hinausgeht. Bei Bauspardarlehen z.B. ist dies in der Regel jederzeit möglich.
Wenn Sie einen Kreditvertrag abschließen, sollten Sie darauf achten, daß Sondertilgungen vertraglich geregelt und nach Möglichkeit kostenlos möglich sind. Achten Sie auch auf mögliche Einschränkungen (Höchstgrenzen, zeitliche Einschränkungen etc.). Einige Kreditanbieter verlangen eine Vorfälligkeitsentschädigung oder einen Zinsausgleich.

Vorfälligkeitszinsen oder Vorfälligkeitsentschädigung

Unter Vorfälligkeitszinsen oder einer Vorfälligkeitsentschädigung beim Kredit versteht man einen Geldbetrag versteht man einen Geldbetrag, den der Kreditgeber bei einer vorzeitigen Rückzahlung eines Kredites verlangt, der über eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen wurde.
Die Kalkulation des Kreditgebers wurde natürlich auf die volle Laufzeit berechnet, so daß dieser bei einer vorzeitigen Kündigung des Darlehens unter Umständen einen Verlust erleidet. Dieser wird durch die Vorfälligkeitszinsen ausgeglichen.
Bei einer angedachten Umschuldung eines Darlehens aufgrund eines aktuell niedrigen Zinsniveaus sollte man nicht vergessen die Vorfälligkeitsentschädigung zu berücksichtigen.
Oft sind die Vorfälligkeitszinsen nicht unbedingt fest, so daß man hier ruhig mit dem Kreditgeber verhandeln sollte.


Vorzeitige Rückzahlung

Vorzeitige Rückzahlung bedeutet, daß Sie den Kredit vor Ablauf der festgelegten Laufzeit zurückzahlen können. Dies wird üblicherweise bereits im Kreditvertrag geregelt und die vereinbarte Kündigungsfrist ist einzuhalten. Die gesetzlichen Grundlagen besagen, daß der Kredit frühestens nach 3 Monaten mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden kann.
Interessant kann diese Möglichkeit sein, wenn Sie z.B. von einem anderen Kreditanbieter ein günstigeres Angebot für einen Kredit erhalten.
Beachten Sie jedoch, daß gezahlte Kreditgebühren (Bearbeitungsgebühren) in der Regel nicht zurückgezahlt werden, so daß Sie genau durchrechnen sollten, ob sich eine Umschuldung wirklich rechnet.
Bei vielen Banken können Sie während der Laufzeit auch Teilbeträge zurückzahlen, meist wird dies als Sondertilgung bezeichnet. Die monatliche Kreditrate bleibt in diesem Fall gleich, jedoch die Laufzeit des Kredites verkürzt sich.

Zinsbindung

Die Zinsbindung oder auch Zinsbindungsfrist beschreibt den Zeitraum, über den der nominale Zinssatz für den Kredit fest vereinbart wird.
Dieser Zeitraum kann durchaus kürzer sein als die gesamte Laufzeit des Kredites, in der Regel wird eine Zinsbindung für 5 oder 10 Jahre vereinbart.
Ist der Zeitraum der anfänglichen Zinsbindung abgelaufen, wird eine neue Zinsvereinbarung getroffen. Diese ist dann natürlich vom dann aktuellen Zinsniveau abhängig.
Bei einem niedrigen Zinsniveau sollte man eine lange Zinsbindung vereinbaren, auch wenn dies im Augenblick etwas "teurer" erscheint, auf lange Sicht kann man so meist einiges an Kredit-Zinsen sparen.


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